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Studie bestätigt: Luftreiniger in Unterrichtsräumen können das Risiko einer SARS-CoV-2-Übertragung durch Aerosole sehr deutlich reduzieren

Die Studie wurde am 1. März 2021 in Aerosol Science and Technology veröffentlicht. Autoren sind Prof. Dr. Joachim Curtius und Mitarbeiter der AG Experimentelle Atmosphärenforschung der Goethe-Universität Frankfurt. Darin wurden Luftreiniger mit dreistufiger Filtration (Vorfilter, Aktivkohle, HEPA Filter Kategorie H13) in einem Klassenzimmer der Leibnizschule in Wiesbaden installiert und die Aerosol-Last im Raum mit hochpräzisen Geräten gemessen. Zum Vergleich wurden gleiche Messungen in einem Raum ohne Luftreiniger durchgeführt.

SARS-CoV-2 wird unter anderem durch virenhaltige Aerosole übertragen, die von infizierten Personen ausgeatmet werden, sich dann in der Umgebungsluft verteilen und von anderen Personen im selben Raum eingeatmet werden. Solche Aerosole können sich über mehrere Meter verbreiten und auch drei Stunden später noch aktive Viren enthalten. In Klassenräumen mit 20 bis 30 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrpersonal besteht ein deutlich erhöhtes Risiko einer Übertragung, wenn sich schon eine infizierte Person im Raum befindet (die eventuell sogar noch symptomfrei ist). 

Diese Situation wurde in der Studie untersucht. In einem Raum ohne Luftreiniger reduzierten sich die Aerosole innerhalb von etwas mehr als einer halben Stunde um etwa 30% durch Diffusion auf Oberflächen und andere Prozesse. Dagegen sank die Zahl der Aerosole in dem Raum mit Luftreinigern im gleichen Zeitraum exponentiell um mehr als 95%. Außerdem hat sich als positive Nebenwirkung auch herausgestellt, dass Feinstaub (particulate matter, PM) ebenfalls herausgefiltert wird, was zu einer gesunderen Luft zum Einatmen beiträgt.

Zum Vergleich wurde die Entwicklung bei regelmäßiger und intensiver Lüftung durch Öffnen der Fenster alle 20 Minuten untersucht. In einer Ergänzung zu dieser Studie wurde festgehalten, dass dies in etwa gleich effizient ist wie der Einsatz von Luftreinigern, um die Zahl der Aersole um 95% oder mehr zu reduzieren.

Beim Einsatz von Luftreinigern wird übrigens das CO2 in der Raumluft nicht reduziert. Es hat sich gezeigt, dass der CO2-Gehalt durch Öffnen der Fenster nur schwer auf weniger als 1000ppm gebracht werden kann, auch wenn der Gehalt in der Außenluft bei etwa 400ppm liegt. Die CO2-Geräte, die inzwischen vielfach im Einsatz sind, haben aber den Vorteil, dass sie für eine gesunde Luft in Schulräumen sensibilisieren. Während des Unterrichts steigt der Kohlendioxid-Gehalt innerhalb von einer Stunde schon einmal auf 2.700ppm an, was negative Auswirkungen auf die Konzentration der Anwesenden hat. Deshalb sind diese Messsysteme, wie sie auch CCS anbietet (siehe hier), eine sinnvolle Ergänzung zu den weiteren Hygienemaßnahmen im Rahmen der Pandemie. Die AHA-Regeln gehören ebenfalls dazu: Abstand halten, Hände waschen, Alltagsmaske!

CCS bietet Luftreiniger mit dreistufiger Filtration an, wie sie in der Studie eingesetzt wurden. Hier finden Sie mehr Informationen: Luftreiniger.

Quelle: J. Curtius, M. Granzin & J. Schrod (2021): Testing mobile air purifiers in a school classroom: Reducing the airborne transmission risk for SARS-CoV-2, Aerosol Science and Technology, DOI: 10.1080/02786826.2021.1877257. Link zum Artikel: https://doi.org/10.1080/02786826.2021.1877257.

 

Greisinger Handmessgeräte zur Wasseranalyse neu im Angebot

CCS wird Vertriebspartner von Greisinger und bietet jetzt weitere Handmessgeräte zur Wasseranalyse an. Je nach gewünschtem Parameter (Leitfähigkeit, pH/Redox, Sauerstoff) können die passenden Messgeräte zur einfachen und direkten Analyse angeboten werden. Einsatzbereiche sind Oberflächenwasser (z.B. auch Schwimmbecken), Prozesswasser, Aquaristik oder in der Landwirtschaft. Eine Übersicht über die Geräte finden Sie hier

CCS ist seit vielen Jahren Vertriebspartner für Delta OHM aus Italien, einem Hersteller von Messsystemen für Parameter, die in der Meteorologie gängig sind. Delta OHM und Greisinger gehören zur in Deutschland ansässigen GHM Group.

Luftreiniger gegen SARS-CoV-2: HEPA H14 Filter sind nicht alles!

Es ist allgemein bekannt, dass sich das Risiko einer Covid-19 Infektion erhöht, wenn eine infizierte Person mit anderen gemeinsam in einem geschlossenen Raum ist. Die Übertragung geschieht durch ausgeatmete Aerosole, die virenbehaftet sein können. Zurzeit setzt sich die Erkenntnis durch, dass es im Prinzip nur drei Methoden gibt, die Virenlast in geschlossenen Räumen mit mehreren Personen zu reduzieren:

1. Betrieb von festinstallierten „Raumlufttechnischen Anlagen“ (RLT) mit entsprechenden Filtern

Dies lässt sich nur unter großem finanziellen Aufwand am besten beim Neubau einrichten und kaum nachrüsten. Mittel stehen dafür selten zur Verfügung. So etwas ist also entweder schon vorhanden oder muss bei Neubauten eingeplant werden.

2. Regelmäßig lüften

Ein guter Indikator, wann gelüftet werden muss, um die Aerosol-Belastung und damit das Infektionsrisiko zu reduzieren, sind handliche CO2-Messgeräte. Wenn ein Wert von 1.000 ppm erreicht ist, sollte frische Luft zugeführt werden. Bei der Anschaffung solcher Messgeräte sollte darauf geachtet werden, dass es sich nicht um Wegwerfware handelt, die zwar unter 100 Euro kostet, aber nach einem Jahr aufgrund der Sensorqualität gar keine korrekten Messwerte mehr anzeigt. Von Vorteil ist es auch, wenn die Geräte außerdem noch Temperatur, Luftfeuchtigkeit und vielleicht sogar Feinstaub oder flüchtige organische Verbindungen anzeigen – alles Indikatoren dafür, wie „gut“ die Luft in einem Innenraum ist.

3. Aufstellen von Luftreinigern

Wer zum ersten Mal im Internet nach Luftreinigern sucht, stößt auf eine Vielzahl an Herstellern und Varianten.

Allerdings hat ein deutscher Hersteller es auf sehr geschickte Weise geschafft, hierzulande High Efficiency Particulate Air (HEPA)-Filter der Klasse H14 als das Nonplusultra zu vermarkten, um Aerosole aus der Luft zu filtern. Man landet zwangsläufig auf Internet-Seiten nicht nur des Herstellers, sondern auch anderer, vermeintlich neutraler Plattformen , in denen behauptet wird, Luftreiniger sollten Filter mindestens dieser Klasse, am besten noch nach DIN EN 1822 haben, und das sei „unter anderem durch eine unabhängige Studie der Bundeswehr München bestätigt“.

Dazu muss man wissen, dass es im Prinzip keine Studien gibt, die den Effekt von Luftreinigern speziell auf SARS-CoV-2-Viren untersucht haben. Man weiß nur, dass Aerosole ausgefiltert werden und geht davon aus, dass damit generell auch (Corona-)Viren erfasst werden.

Die erwähnte Studie von Professor Kähler von der Bundeswehr-Universität München hat nur ein einziges Gerät eines Herstellers mit einem HEPA H14-Filter untersucht, also kein einziges Gerät anderer Hersteller, die zum Beispiel HEPA H13-Filter oder andere Filtermethoden einsetzen. Und: Diese Untersuchungen „wurden durch die Firma XXX GmbH finanziell unterstützt. Der Raumluftreiniger XXX wurde für die Untersuchungen von XXX bereitgestellt."

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Studie zum Ergebnis kommt, dass jener Raumluftreiniger der beste sei.

Was bedeutet das konkret? „Der Abscheidegrad eines Filters der Klasse H14 beträgt 99,995 % für Partikel mit einem Durchmesser im Bereich kleiner 0,3 μm und nahezu 100 % für alle größeren Durchmesser.“ Zum Vergleich: HEPA H13-Filter können zum Beispiel bis zu 99,97 % Aerosole mit einer Größe ab 0,3 μm entfernen. Die Differenzen sind also sehr, sehr klein. Zusätzliche Filterstufen mit Aktivkohle entfernen weitere, potentiell schädliche Bestandteile aus der Luft.

Also Vorsicht: HEPA H14-Filter sind nicht alles!

Und auch Luftreiniger alleine sind nicht die Lösung des Problems. Dazu stellt das Umweltbundesamt fest: „Mobile Luftreinigungsgeräte sind nicht als Ersatz, sondern allenfalls als Ergänzung zum aktiven Lüften geeignet und wenn organisatorische Maßnahmen wie zum Beispiel eine Verringerung der Personenanzahl oder größere Abstände nicht realisierbar sind." Auch die Verbraucherzentrale Deutschland teilt mit: „Luftreiniger-Modelle, die über sogenannte High Efficiency Particulate Air (HEPA)-Filter der Klasse H13 oder H14 verfügen, können Viren bzw. feinste, mit Viren beladene Tröpfchen filtern.“ Wichtig sei auch, beim Kauf eines Luftreinigers nicht blind auf die Werbeaussagen der Hersteller zu vertrauen. Vor allem Werbeaussagen in Bezug auf Virenabwehr sollten unter realitätsnahen Bedingungen von unabhängigen, seriösen Stellen bestätigt sein.

Hinzu kommt, dass die Geräte des besagten Herstellers deutlich über 4.000 Euro kosten, und auch die mindestens jährlichen Filterwechsel mit etwa 10 % des Anschaffungspreises zu Buche schlagen. Auf dem Markt werden jedoch viele verschiedene Luftreiniger mit unterschiedlichen Filtersystemen angeboten, mit HEPA H13- oder H14-Filtern, auch zu Preisen unter 1.000 €, die effizient arbeiten und eine gute Ergänzung zu Hygienekonzepten, der Einhaltung der AHA-L-Regeln und regelmäßigem Lüften sein können.

Einen Hinweis noch für alle, die einen Luftreiniger für ihren Betrieb anschaffen wollen: Im Rahmen der Zweiten Corona-Überbrückungshilfe können auch Investitionen in mobile Luftreiniger gefördert werden. Das ist zum Beispiel für Betreiber von Gaststätten und Hotels eine wichtige Hilfe, um ihren Gästen eine zusätzliche Sicherheit anzubieten.

Neben Luftreinigern sind CO2-Messsysteme weiterhin sehr geeignete Hilfsmittel, um die Qualität der Innenraumluft jederzeit zu beurteilen, und bei Erreichen bestimmter CO2-Werte regelmäßig zu lüften und damit das Infektionsrisiko nicht nur mit Covid-19 zu reduzieren.

Für Rückfragen, Beratung und Angebote erreichen Sie uns telefonisch unter 07054 93220 oder per E-Mail unter service4@ccs-wildberg.de.

Quellen:

Mobiler Luftreiniger PU-IND130 von Ethera

Der PU-IND130 mit Aktivkohle, HEPA-Filter und patentierter PureTECH-Technologie reinigt die Luft mit äußerst wirksamen Filtern und verbesser das Raumklima und die Luftqualität in kurzer Zeit. Das geräuscharme und mobile Gerät zur Luftreinigung kann in wenigen Minuten in Betrieb genommen werden, und entfernt die gefährlichen Bestandteile in Innenräumen, zum Beispiel Staub, Feinstaub, Pollen, flüchtige organische Verbindungen, Aerosole, die virenbehaftet sein können. Weitere Informationen und technische Daten finden Sie hier

Gaswarngeräte - CCS wird Vertriebspartner von RIKEN KEIKI aus Japan

RIKEN KEIKI aus Japan stellt tragbare Gasdetektoren her, wie sie zum Beispiel von Versorgungsunternehmen, Polizei und Feuerwehr, Rettungskräften, der Schifffahrt, im Bergbau, in Kanalisationen und Kläranlagen, Halbleiterfabriken, Offshore-Bohrplattformen, und in der Petrochemischen Industrie eingesetzt werden. RIKEN KEIKI ist auch Hersteller für stationäre Gaswarnanlagen, und zeichnet sich dadurch aus, dass Sensoren und Gerätetechnologie im eigenen Haus entwickelt und hergestellt werden.

Am 12. Oktober 2020 unterzeichneten Hans-Jürgen Berges, Senior Sales & Business Development Manager der RIKEN KEIKI GmbH, und Hans-Joachim Proß, Inhaber der CCS Messgeräte-Vertriebs GmbH, die Vereinbarung zur Zusammenarbeit. CCS ist nunmehr Vertriebspartner von RIKEN KEIKI und bietet Service- und Wartungsleistungen für die Geräte an.

SAXON Junkalor Messgeräte für die HU/AU

CCS ist Partner von SAXON Junkalor für den Vertrieb der Geräte aus der Serie Infralyt und Opacilyt.

Datenlogger NEMo: Raumluft-Messung von Formaldehyd und Kohlendioxid

Wir sind Vertriebs- und Servicepartner der Firma ETHERA für deren Produkte zur Messung der Luftqualität in Innenräumen, insbesondere von Formaldehyd und Kohlendioxid. NEMo steht für Next Enviironmental Monitoring. Der NEMo Indoor Air Quality Logger erfasst wichtige Parameter in einem Gerät. Genauere Informationen finden Sie hier.

Hydrometrie - CCS ist Vertriebspartner für Aquaread

Aquaread stellt eine breite Palette präziser, wissenschaftlicher Wasserprüfgeräte her, die für eine intuitive Bedienung ausgelegt sind. Das Unternehmen ist auf Multiparameter-Wasserprüfgeräte und hochpräzise Wasserstands- und Temperaturlogger spezialisiert. Die Wasserprüfgeräte eignen sich für die Untersuchung von Grundwasser, Oberflächenwasser und Abwasser. Sie sind aus robusten Materialien hergestellt, um rauen Umweltbedingungen und allen Arten von Wasser zu widerstehen.

CCS ist seit dem 22. Oktober 2019 Vertriebspartner von Aquaread Ltd., Bridge House, Kent, Großbritannien.

Eine Übersicht über die verschiedenen Messgeräte, die CCS anbietet, finden Sie hier.

Wir sind zertifiziert: ISO 9001:2015

Seit Januar 2018 haben wir es Schwarz auf Weiß: Wir erfüllen die Anforderungen des Managementstandards ISO 9001:2015.

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Unser neues VOC Handmessgerät

HALTECH präsentiert eine neues HVX501 VOC-Handgerät, zur Messung von Volatile Organic Compound. Verwendet wird der derzeit beste am Markt verfügbare Photo-Ionisationsdetektor (PID). Der HVX501 detektiert viele verschiedene organische Zusammensetzungen und einige anorganische Gase in der Umgebungsluft.

zu HVX501

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